Ich bin Dimo Chankov, der Sohn von Velichka und Chanko, und die zweite Generation, die fortführt, was meine Eltern begonnen haben. Ich bin umgeben von Garn, Stricknadeln und dem leisen Summen von Strickmaschinen aufgewachsen. Meine Eltern gründeten unsere Familienmanufaktur in Bulgarien zu einer Zeit, in der sich alles um uns herum veränderte – die Wirtschaft, das Land, die Art, wie sich die Menschen kleideten. Was sich nie änderte, war ihr Glaube daran, dass echtes Handwerk zählt. Heute führt Kniterlandia diesen Glauben weiter.
Als meine Mutter Ende der 1990er-Jahre mit dem Stricken begann, wurde alles auf einfachen, handbetriebenen Maschinen gemacht – solchen, die man von Hand startet und geduldig führt, während sich jede Masche formt. Es gab noch kein Linking, keine automatisierten Systeme, nur Übung, Präzision und sehr viel Herz. Sie nähte die Teile auf kleinen Näh- und Overlockmaschinen zusammen und lernte durch Versuch und Irrtum das, was eines Tages die Grundlage unseres familiären Handwerks werden sollte.
Mein Vater half, wann immer er konnte. Er hatte damals einen anderen Beruf, verbrachte jedoch seine Abende damit, die Strickmaschinen instand zu halten – oft kaufte er kaputte Maschinen nur wegen der Ersatzteile, um unsere am Laufen zu halten. 2005 machten wir einen großen Schritt nach vorn: unsere erste Shima-Seiki-Maschine, ein Sprung vom Handstricken zur professionellen Gestaltung. 2007 kam eine zweite hinzu, und mein Vater übernahm die Softwareseite – dort, wo jedes Design beginnt, nachdem es zunächst auf Papier skizziert wurde. Mit jedem Stück lernten wir etwas Neues: die Bedeutung des Linkens, die Präzision der Verarbeitung, die unendlichen Möglichkeiten von Strickware.
Damals war das Handwerk lebendig und florierend. Die Industrie in Bulgarien entwickelte sich weiter, und die Menschen waren stolz auf das, was sie mit ihren Händen schaffen konnten. Doch nach 2010 begann sich alles zu verändern. Importierte, massenproduzierte Ware überschwemmte den Markt, und mit dem Aufstieg der Online-Plattformen wurde der Preis zum einzigen Kriterium. Viele Fabriken, die sich über Jahrzehnte hinweg verbessert hatten, mussten ihre Türen schließen. Heute, da massives Dropshipping und extrem billige Kleidung das Internet dominieren, erlebt das Handwerk seine schwierigste Zeit.
Durch all das hindurch hat meine Mutter niemals aufgehört zu gestalten. Sie recherchierte Modelle, zeichnete ihre eigenen Entwürfe, wählte die passenden Garne aus und übernahm das Linking, sobald die Paneele gestrickt waren. Mit jedem Stück verfeinerte sie den Prozess, indem sie einen Halsausschnitt anpasste, eine Armöffnung neu formte oder die Dichte veränderte, bis das Stück sich genau richtig anfühlte. Ihre Hände führten die Entwicklung jedes einzelnen Designs, das wir geschaffen haben.
Dieser Glaube – dass nur Sorgfalt Qualität hervorbringt – hat alles geprägt, was ich weiß. Als ich Kniterlandia gründete, wollte ich nichts Neues beginnen. Ich wollte etwas bewahren, das nicht verloren gehen darf.
In einer Welt, die Abkürzungen feiert, wählen wir bewusst den langen Weg. Jedes Kniterlandia-Design geht noch immer durch die Hände unserer Familie – von der ersten Skizze auf Papier bis zum finalen Pressen. Wir halten den Prozess nah bei uns, denn dort entsteht der Unterschied: in der stillen Präzision des Linkens, in der sorgfältigen Fertigung eines Halsausschnitts, in dem Gefühl, das ein Stück vermittelt, wenn man es noch Jahre später trägt.
Mit jedem Stück verfeinern wir unser Können – ohne Eile, immer mit dem Ziel, besser zu werden. Unser Team besteht aus Handwerksmeistern und -meisterinnen mit jahrzehntelanger Erfahrung, Menschen, die wissen, dass echte Qualität Zeit braucht. Wir investieren weiterhin in moderne Technologie, nicht um erfahrene Hände zu ersetzen, sondern um das Strickhandwerk selbst zu bewahren und zu stärken. Fortschritt bedeutet für uns, sicherzustellen, dass dieses Wissen weiterlebt – verbessert, verfeinert und bereit für die nächste Generation.
Wenn du ein Stück von Kniterlandia in den Händen hältst, hältst du Stunden an Arbeit – nicht von einer Maschinenstraße, sondern von Menschen, denen es wirklich am Herzen liegt. Für uns ist Handwerk keine Nostalgie, sondern unsere Antwort auf eine Welt, die vergessen hat, wie Dinge entstehen. Wir glauben, dass Schönheit nicht in Perfektion liegt, sondern in Beständigkeit – in dem Gefühl, dass etwas dafür geschaffen wurde, dich langfristig zu begleiten.
In den letzten Jahren wurde Kniterlandia neu belebt. Meine Eltern stehen weiterhin im Mittelpunkt unserer Produktion, und Alex van der Wal ist nun an meiner Seite, um das nächste Kapitel mitzugestalten. Er leitet den technischen und digitalen Bereich der Marke – von der Website bis zu den Systemen, die unser Wachstum unterstützen – und wird bald auch beim Ausbau unserer Marketingaktivitäten helfen. Gemeinsam verbinden wir Handwerkskunst und Technologie, um sicherzustellen, dass der Geist von Kniterlandia nicht nur weiterlebt, sondern für kommende Generationen erblüht.
Vielen Dank, dass du unsere Geschichte bis zum Ende gelesen hast. Als Dankeschön kannst du den Code Craftsmanship10 für 10 % Rabatt auf deine erste Bestellung verwenden.